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Sanya Reiseerlebnis
Autor: Romy Elsbeth Rehm

Sanya ist nicht nur die südlichste Stadt Chinas, sondern auch der Badeurlaubsort schlechthin mit seinen seichten Strände, den Palmen und dem wirklich kristallklaren Meer.

Der erste Ausflug ging zum 1998 eröffneten Nanshan Tempel. Mit einem Besichtigungsbus durchfuhren wir die Anlage, Station für Station. Die Hauptattraktion der Anlage ist ohne Zweifel die 108m hohe Statue der Göttin Kwan-Yin, welche einen an der letzten Station erwartet.
Tipp: Wer die Statue und nicht den Tempel besichtigen will sollte beim Landeanflug auf Sanya aus dem Fenster schauen. Die Statue der Göttin ist 14m höher als die Freiheitsstatue in New York und daher aus dem Flugzeug gut sichtbar.
Als Deutsche stellte ich mir unter dem Ende der Welt etwas dramatisches vor. In der Tat handelt es sich beim Ende der Welt um einen langen, schönen Strand mit einer dazugehörigen Parkanlage. Für dir Chinesen hat dieser Ort jedoch eine besondere Bedeutung. Es heißt, wenn man zusammen ans Ende der Welt geht das die Freundschaft/Liebe zueinander nie endet.
Tipp: Gerade am Ende der Welt werden gerne mit Ausländern Fotos gemacht. Wehren Sie sich nicht dagegen, machen Sie den Spaß einfach mit und vergessen Sie nicht mit Iherer Kamera auch ein Foto machen zu lassen.
Die Yalong Bay ist meiner Meinung nach die schönste der 3 Buchten. Auch wenn man für diese eine Eintrittskarte kaufen muss, mit welcher man auch Zutritt zum Muschelmuseum hat. Die Strände sind sehr gepflegt und sauber. Das Wasser ist warm und der stetige Wellengang beschert einem ein angenehmes Badevergnügen.
Tipp: Gerüchten zu Folge ist der Strand beim Holiday Inn auch ohne Bezahlung zugänglich.
Die Sanya Bay ist der am meisten besuchte Strand und liegt bei der Innenstadt. Hier gibt es zahlreiche Restaurants und die Hotels sind durch eine breite Durchfahrtsstraße vom Strand getrennt. An einem Teil des Strandes trifft man auf die Sandhügel der muslimischen Gräber, während man an anderen Teilen des Strandes bei Nacht an einer der zahlreichen Tanzeinlagen teilnehmen kann oder gemütlich an einer Zuckerrohrstange knabbert.
Tipp: An der Sanya Bay liegt auch das Paulaner Hofbräuhaus im Kempinski Hotel. Unter anderem bekommt man dort das einzige selbstgebraute Paulaner in China und original bayerische Speisen.
Unbedingt erlebt haben muss man die Nantian Heißen Quellen. In an die 100 Becken hat das natürliche Quellwasser die unterschiedlichsten Wärmegrade. Neben den üblichen Hotpots gibt es auch Pools mit Kaffee, chinesischen Kräutern und frischen Blütenblättern. Die Anlage ist wunderschön hergerichtet und verbreitet einen exklusiven Urlaubsflair. Im Gegensatz zu anderen heißen Quellen ist diese Anlage zur Benutzung und nicht nur zur Besichtigung.
Tipp: Es gibt auch einen Fischpool mit Fischchen. Wer sich in diesen setzt und ruhig verhält wird durch die kleinen Fische massiert.
Ein richtiger Geheimtipp ist noch das Naturreservat Yanoda. Manche würden es einen Regenwald für „Softies“ nennen, da im Reservat darauf geachtet wird, dass keine gefährlichen oder unerwünschten Tiere dem Besucher zu Nahe kommen und Brücken zum besichtigen des Gebietes gebaut wurden. Wer aber nichtmehr das gezwitscher aus den Blechdosen der Parks hören will und echte Flora und Fauna genießen will ist hier genau richtig. Es gibt zwei Strecken, eine durchläuft den Regenwald während die andere entlang eines Wasserfalls verläuft. Besonders wohltuend war die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Parkangestellten. Sogar die Taxifahrer warten für Sie unentgeldlich 3 Stunden am Parkeingang.
Tipp: Manchmal schenken einem Bauern etwas von den vor Ort wachsenden Früchten. Nehmen Sie diese ruhig an, aber wedeln Sie nicht unbedingt vor den Sicherheitsleuten damit herum.

Egal ob Sehenswürdigkeiten besichtigen oder einfach nur ein paar Tage am Strand und in der Hotelanlage zu verbringen, Sanya ist eine Reise wert.