Hier fand ich die unverwechselbaren Berge wie ich sie bereits von den Klischeebildern der Chinarestaurants in Deutschland kannte.
Stadt
Im Zentrum Guilins besuchte ich den Elefantenrüsselberg. Man kann die Stufen auf seinem Rücken erklimmen oder durch den zu seinen Füßen liegenden Park schlendern.
Tipp: Vom Rücken des Elefanten sehen Sie nicht nur die Skyline der Stadt, sondern auch die etwas weiter entfernten Lochberg und Pagodenberg.
Der Banyan-Baum Park ist ein öffentlicher Park der auch im Zentrum der Stadt liegt. Schon in den frühen Morgenstunden sieht man die Schattenboxer, Jogger und Spaziergänger. Neben den neuen großen Pagoden sind auch die verschiedenen Brückchen sehenswert.
Tipp: Bei Nacht ist die Gegend in allen Farben beleuchtet. Wer nach dem Park noch etwas unternehmen will kann in die anliegende Haupteinkaufs- und Ausgehstraße abbiegen.
Richtung Süden
Durch die friedliche Landschaft des Li-Fluss bahnten sich die Schiffe unaufhaltsam Ihren Weg. Die im Nebel gelegenen Berge bildeten dabei eine mysthische Atmosphäre. Die Fischer und Wasserbüffel waren davon vollkommen unbeeindruckt und fuhren mit ihrer täglichen Arbeit fort. Hier und da sieht man wie die Fischer die großen Schiffe verfolgen und ihre frischen Fänge direkt an die Schiffsköche verkaufen.
Tipp: Gegen eine kleine Gebühr kann man an Bord den lokalen Osmanthus-Likör kosten. Für die etwas Mutigeren gibt es ein Glas Schlangenschnaps zu erwerben.
Yangshuos Western Street ist, wie der Name schon vermuetn lässt, sehr touristisch. Man trifft viele Reisende aus aller Herren Länder und sie ist vor allem bei Backpackern sehr beliebt. In den zahlreichen Läden, Restaurants, Clubs und Bars pulsiert auch Nachts noch das Leben.
Tipp: Auf einer schwimmenden Bühne vor der natürlichen Kulisse der Karstberge findet all-abendlich eine berühmte Aufführung mit über 600 Akteuren statt.
Richtung Norden
Von Sanjiang aus besichtigten wir die enorme Wind- und Regenbrücke von Chengyang. Sie wirkt geradezu monströs über dem eher unscheinbar wirkenden Fluss. Wie ein Tor zu einer anderen Welt gewährt sie Eintritt in das Dorf. Die dunklen Holzhäuser und die scheinbar simpel konstruierten Wasserräder, die doch komplex in Ihrem Aufbau sind, entwickeln eine träumerische Atmosphäre. Faszinierend ist auch die Größe der Brücke im Vergleich zur Anzahl der Einwohner.
Tipp: Wenn Sie mit den Einheimischen in Kontakt treten wollen empfiehlt sich der Glockenturm in welchem sich diese täglich zum gemeinsamen Fernsehen treffen.
Die Fahrt von Sanjiang nach Longsheng hatte etwas Besonderes. Die blutrote Erde zwischen den grünen dschungelartigen Wäldern dient den Ziegeleien als Rohmaterial. Flusssteine in wundervollen Farben und Formen säumen die Straßen und werden zum Verkauf angeboten. Hölzerne Schiffe welche an Goldgräberzeiten erinnern fördern Sand aus dem Flussbett zu Tage und immer wieder kommt man an einem Dong-Dorf mit den angebauten Reisterrassen vorbei.
Tipp: Die Region ist nicht nur für Ihre natürliche Schönheit bekannt, sondern auch für das exotische Essen. Für Liebhaber kulinarischer Besonderheiten empfiehlt sich ein Ausflug in die lokalen Restaurants.
Longsheng mit dem idyllischen am Steilhang gelegenen Dörfchen Pingan ist am bekanntesten für die Schönheit seiner Reisterrassen. Die kleinen verqueren Treppchen führen zum obersten Aussichtspunkt. Von hieraus schaut man dann auf die Reisterrassen herab. Besonders ist in Pingan auch die Minderheit der Langhaar Yao. Der Tradition nach dürfen sie ihre Haare nicht schneiden und erreichen deshalb erstaunliche Haarlängen.
Tipp: Am schönsten sind meiner Meinung nach die Reisterrassen nach Regenfällen, wenn sich im stehenden Wasser der Himmel wiederspiegelt.
Besonders Naturliebhaber sollten sich Guilin nicht entgehen lassen!